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Das dunkele Versteck (Wie konnte ich diesen Autor verpassen)

Arnaldur Indridason/Lübbe



Das ist das erste Buch, dass ich von dem finnischen Autor Arnaldur Indridason gelesen habe, aber ich muss sagen ich bin begeistert.

Aktuell muss ich sagen, finde ich es sowieso überraschend wie viele neue Krimi Autoren ich entdecke und wie grossartig sie sind. Wer hat da noch Zeit einer Serie zu folgen und wie entscheidet man sich für eine Serie, wenn es so viel neues zu entdecken gibt.

 

Diese Serie, läuft bereits seit einigen Bänden und es dreht sich um den pensionierten Kriminalkommissar Konrad.

Der Einstieg geht über eine Rückblende in der Konrad erzählt, wie er als Junge bei seinem kleinkriminellen Vater aufgewachsen ist, nachdem seine Mutter die Familie verlassen und seine Schwester mitgenommen hat. Das ist aber nicht der eigentliche Knackpunkt. Viel wichtiger ist, dass Konrad eine alte Pistole von seinem Vater gezeigt bekommt, eine alte Luger.

Parallel zu dieser Geschichte lernt der Leser einen anderen Menschen kennen. Einen homosexuellen Mann, der im Angesicht seines nahenden Krebstodes, sein Gewissen erleichtert und seinem Partner, eine alte Geschichte erzählt, die in Finnland passierte, in einem anderen Leben.

 

Auch in dieser Rezension, will ich nicht zu viel über den Inhalt verraten, weil das ja sonst dem Spass verdirbt. Das, was man sagen kann, ohne zu viel preiszugeben, habe ich gemacht und kann man sonst auch auf dem Klappentext nachlesen.

Was dieses Buch für mich besonders gemacht hat, ist die Stimmung.

Die Skandinavier haben ja so ihre ganz eigene Art zu schreiben und Arnaldur zeichnet sich über eine ganz eigene Art der Düsternis aus. Wenn ich richtig darüber nachdenke, dann ist in meiner Vorstellung, in dieser Geschichte immer Nacht oder Dämmerung. Ausserdem tobt ein Schneesturm, aber die Stimmung ist tatsächlich immer düster.

Exkommissar Konrad ermittelt in einem Fall der mit einer alten Waffe zu tun hat. Doch für mich ist die Aufklärung zu diesem Fall gar nicht so zentral, viel wichtiger ist die Frage, wie ist sein Vater in diesen Fall verwickelt und was hat das alles mit den verschiedenen Ermittlungsfäden zutun, die alle auf einen Kinderschänderring hinzeigen und wie hängt das alles zusammen.

 

Im Zuge dieses Romans, klären sich glaube ich ganz viele Fragen, die in der Serie aufgeworfen werden. Wie gesagt, es ist ein Buch in einer ganzen Reihe und dennoch ist es mir leicht gefallen in die Geschehnisse einzusteigen und auch einen Überblick zu bekommen, über das was bisher geschah.

 

Ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen und mich sehr an dem tollen Stil und der grossartigen Stimmung erfreut.

Wer dieses Buch liest und bisher noch nichts von Arnaldur Indridason gelesen hat, wird in Zukunft sicher nicht mehr an ihm vorbei gehen.

 

**** Sterne

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