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Die einzige Frau im Raum

Marie Benedict, Kiepenhauer&Witsch


Dieses Buch hat mich alleine auf Grund des Covers schon für sich eingenommen und ich garantiere, dass ich es in der Buchhandlung nur deswegen in die Hand genommen hätte. Die Farben und die Lippen von Hedy Lamarr einfach wunderbar und so verzaubernd.

Eigentlich soll man ja ein Buch nicht wegen des Umschlages beurteilen, aber ich gebe offen zu, für mich ist das Cover schon ein Magnet oder eben nicht. Ich bin auch ganz ehrlich, es kommt auch ein wenig auf das Erscheinungsbild an. Wenn ein Buch, zum Beispiel Taschenbuch einen billigen Eindruck macht, dann laufe ich eher an ihm vorbei oder greife eben zu einem Buch was mich eher anspricht, sehr oberflächlich aber so ist es.

Dieses Buch aber ist genau so toll wie sein Aussehen!

Ich hatte Hedy gar nicht so richtig auf dem Schirm. Als großer Fan von Audrey Hepburn und Marilyn Monroe, ist die Stummfilmzeit ein wenig an mir vorbei gegangen. Aufgewachsen bin ich zwar mit Schwarzweiß, weil man ja guckt was die Eltern gucken, aber bzgl. Stummfilm, habe ich eher Chaplin in Erinnerung.

Aber da ich auch sehr viele Dokumentationen über den zweiten Weltkrieg anschaue, ist mir vor kurzem eben schon eine Dokumentation unter gekommen die Hedy Lamarr und ihre Erfindung thematisiert hat.

In diesem Roman geht es aber um die ganze Geschichte von dieser großen Künstlerin und beeindruckenden Frau.

Wie sie in den 20ern groß wurde und dann auf Drängen ihrer Eltern einen dubiosen Waffenhändler heiraten musste, um die Familie vor dem beginnenden Antisemitismus zu schützen.

Was sich wie ein Krimi anhört oder ein Film mit Nicolas Cage, ist in diesem Fall die traurige Biographie einer tollen jungen Frau, die sich schließlich mutig aus den Fängen, ihres Unterdrückers befreien kann.

Besonders berührt hat mich in diesem Buch, die immer wieder kehrende Geschichte von tollen Frauen die von ihren Männern unterdrückt werden.

Woran liegt es, dass so viele Männer, erst alles tun um dieses außergewöhnliche Wesen zu fangen und vor Stolz fast platzen, wenn sie ihre Eroberung herumzeigen können, aber es dann nicht ertragen können, dass die Frau an ihrer Seite große Stärke besitzt?

Warum ist das was am Anfang so attraktiv ist, später der Grund für Eifersucht und Hass.

Für mich völlig unverständlich, aber anscheinend leider eher die Norm als ein Einzelfall.

Und was sagt uns das?

Hinter jeder tollen Frau steht kein Mann, sondern andere tollen Frauen, die ihre Freundinnen sind!

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